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Garmin Autoland reaches more than 2,500 aircraft

Last updated on November 6, 2026
Garmins automatic emergency landing system Autoland has reached a new milestone. More than 2,500 aircraft are now equipped with the technology, including piston-engined aircraft, turboprops and, since 2026, two-engine business jets for the first time. The system can autonomously select an appropriate airport in the event of pilot failure or incapacitation, navigate there, communicate with air traffic control, land, and bring the aircraft to a standstill. More than 15 aircraft models have now been certified, with more to follow in 2027.

Vom Turboprop zum Business Jet

Die erste Zulassung von Garmin Autoland erfolgte im Mai 2020 für die Piper M600 SLS.

Seitdem hat Garmin das System schrittweise auf weitere Flugzeugklassen ausgeweitet. Heute ist Autoland unter anderem in der Piper M600 SLS und M700 Fury, verschiedenen Cirrus Vision Jets, der Cirrus SR Series G7+, mehreren Daher-TBM-Modellen, King-Air-Versionen sowie dem Pilatus PC-12 PRO und der Epic E1000 AX verfügbar.

Allein 2026 kamen vier weitere Zulassungen hinzu: HondaJet Elite II, Embraer Phenom 300EV, Pilatus PC-12 PRO und Epic E1000 AX.

Besonders bedeutend sind HondaJet Elite II und Phenom 300EV. Mit ihnen ist Autoland erstmals für zweimotorige Strahlflugzeuge verfügbar. Damit erweitert sich das Einsatzspektrum deutlich über klassische Single-Pilot-Turboprops hinaus.

Erstmals auch in Kolbenflugzeugen

Einen weiteren wichtigen Schritt machte Cirrus 2025 mit der SR Series G7+.

Die Modelle SR20, SR22 und SR22T sind mit dem von Garmin entwickelten System ausgestattet, das Cirrus unter dem Namen Safe Return vermarktet.

Damit wurde Autoland erstmals in einem einmotorigen Kolbenflugzeug zertifiziert.

Für die Allgemeine Luftfahrt ist das bemerkenswert, weil die Technik damit nicht mehr ausschließlich Flugzeugen im Millionenbereich vorbehalten ist. Sie erreicht zunehmend auch die klassische Personal Aviation.

Die Cirrus SR Series G7+ erhielt Ende 2025 zudem die EASA-Zulassung, sodass Safe Return auch europäischen Kunden zur Verfügung steht.

Was passiert nach der Aktivierung?

Autoland ist für Situationen gedacht, in denen der Pilot seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann, etwa aufgrund eines medizinischen Notfalls.

Ein Passagier kann das System über eine klar gekennzeichnete Taste aktivieren.

Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die Avionik praktisch den gesamten weiteren Flug.

Das System analysiert zunächst die aktuelle Position, die vorhandene Kraftstoffmenge, das Wetter, das Gelände und geeignete Flugplätze in Reichweite.

Anschließend wählt es einen geeigneten Zielflugplatz und berechnet eine Route dorthin.

Dabei werden unter anderem Gelände und ungünstige Wetterbereiche berücksichtigt.

Auch der Funkverkehr wird automatisiert

Autoland beschränkt sich nicht auf Navigation und Autopilot.

Das System übernimmt auch die Kommunikation mit der Flugsicherung.

Nach der Aktivierung informiert es ATC über den Notfall und kann im weiteren Flugverlauf automatisch die erforderlichen Frequenzen wechseln.

Gleichzeitig werden die Passagiere über die Cockpitdisplays und Sprachmeldungen darüber informiert, was gerade passiert, wohin das Flugzeug fliegt und wie lange der Flug voraussichtlich noch dauert.

Damit adressiert Garmin ein entscheidendes Problem: Ein nicht fliegender Passagier müsste im Ernstfall weder Funk bedienen noch Navigation oder Autopilot verstehen.

Vom Reiseflug bis zum Motorstopp

Am Zielflugplatz führt Autoland selbstständig einen stabilisierten Anflug durch.

Das System kontrolliert Geschwindigkeit, Höhe und Flugweg und übernimmt gegebenenfalls auch die Triebwerksleistung.

Nach dem Aufsetzen hält es das Flugzeug auf der Piste, bremst bis zum Stillstand und stellt anschließend das Triebwerk beziehungsweise die Triebwerke ab.

Das Ziel ist, dass vom Ausfall des Piloten bis zum Stillstand am Boden keine fliegerische Handlung eines Passagiers erforderlich ist.

Autoland kann sich selbst aktivieren

Je nach Flugzeug kann das System nicht nur manuell durch einen Passagier, sondern auch automatisch aktiviert werden.

Garmin kombiniert Autoland dazu mit weiteren Funktionen seiner Autonomí-Familie.

Erkennt die Avionik über einen längeren Zeitraum keine Reaktion des Piloten, fordert sie zunächst eine Bestätigung an.

Bleibt diese aus, kann abhängig vom Flugzeug zunächst eine Emergency Descent Mode-Funktion aktiviert werden.

Das ist beispielsweise bei einer möglichen Hypoxie in großer Höhe relevant.

Reagiert der Pilot weiterhin nicht, kann anschließend Autoland übernehmen und das Flugzeug selbstständig landen.

Die Auswahl des Zielflugplatzes ist komplex

Das System fliegt nicht einfach zum geografisch nächstgelegenen Flugplatz.

Bei der Auswahl berücksichtigt Autoland zahlreiche Faktoren.

These include, among others:

  • verfügbare Kraftstoffmenge und Reichweite
  • Länge und Ausrichtung der Piste
  • aktuelles Wetter
  • Wind
  • Gelände und Hindernisse
  • verfügbare Instrumentenanflugverfahren
  • Leistungsfähigkeit des jeweiligen Flugzeugs

Dadurch kann ein etwas weiter entfernter Flugplatz geeigneter sein als der nächstgelegene.

Die gesamte Entscheidung läuft automatisiert ab.

Fast 250 Flugzeuge wurden nachgerüstet

Von den inzwischen mehr als 2.500 Autoland-Flugzeugen wurden laut Garmin knapp 250 erst nach der ursprünglichen Auslieferung entsprechend ausgerüstet oder freigeschaltet.

Das ist insbesondere für bestehende Flotten interessant.

Garmin bietet beispielsweise für bestimmte Beechcraft King Air 200, B200, 300 und 350 vollständige Nachrüstlösungen an.

Damit kann selbst ein Flugzeugmuster, dessen Grundkonstruktion mehrere Jahrzehnte alt ist, mit einem modernen autonomen Notlandesystem ausgestattet werden.

Allerdings ist Autoland keine einfache Softwarefunktion. Voraussetzung sind eine geeignete Avionikarchitektur, Autopilot, Navigation, Sensorik und in vielen Fällen eine automatische Triebwerkssteuerung.

Drei Garmin-Flugdeckfamilien unterstützen das System

Autoland ist mittlerweile in mehreren Garmin-Plattformen integriert.

These include:

Garmin G1000 NXi, G3000 und das neue G3000 PRIME.

Damit kann Garmin die Technik über sehr unterschiedliche Flugzeugklassen hinweg einsetzen.

Die zugrunde liegende Autonomí-Architektur verbindet dabei Navigation, Autopilot, Flugüberwachung, Kommunikation und teilweise Triebwerkssteuerung zu einem Gesamtsystem.

Autoland ist damit weniger ein einzelnes Avionikgerät als vielmehr das Ergebnis einer tiefen Integration nahezu aller wesentlichen Bordsysteme.

2027 folgen weitere Muster

Die Zahl der verfügbaren Flugzeuge soll weiter steigen.

Für 2027 erwartet Garmin Zulassungen für mehrere neue Textron-Muster:

Cessna Citation M2 Gen3, Citation CJ3 Gen3 und Citation CJ4 Gen3.

Auch die neue Beechcraft Denali soll Autoland erhalten.

Damit wird die Technologie insbesondere in der Business Aviation weiter Verbreitung finden.

Bedeutung für Single-Pilot-Flüge

Besonders interessant ist Autoland bei Flugzeugen, die häufig mit nur einem Piloten betrieben werden.

Ein medizinischer Ausfall des einzigen Piloten gehört zu den seltenen, aber besonders kritischen Szenarien.

Bei einem Zweimann-Cockpit kann der zweite Pilot übernehmen. In einer einmotorigen Turboprop, einem Personal Jet oder einem Kolbenflugzeug mit nur einem Piloten gibt es diese Redundanz nicht.

Autoland schafft hier erstmals eine technische Rückfallebene, die auch für Passagiere ohne Flugerfahrung nutzbar ist.

Das System ersetzt damit nicht den Piloten, sondern adressiert gezielt dessen mögliche Handlungsunfähigkeit.

Kein autonomes Normalbetriebssystem

Trotz der weitreichenden Fähigkeiten sollte Autoland nicht mit autonomem Fliegen im normalen Betrieb verwechselt werden.

Das System ist als Notfallfunktion konzipiert.

Der Pilot startet, fliegt und landet weiterhin selbst beziehungsweise nutzt den normalen Autopiloten.

Autoland greift erst in einer außergewöhnlichen Situation ein.

Genau diese klare Abgrenzung war auch für die Zulassung wichtig: Die Technik soll keinen Piloten ersetzen, sondern eine zusätzliche Sicherheitsebene schaffen.

Conclusion

Mehr als 2.500 ausgestattete Flugzeuge zeigen, dass Garmin Autoland inzwischen den Status eines reinen Technologieprojekts weit hinter sich gelassen hat.

Seit der ersten Zulassung 2020 hat sich das System von einer einzelnen Turboprop-Anwendung auf mehr als 15 Flugzeugmodelle ausgedehnt. Inzwischen reicht das Spektrum vom einmotorigen Kolbenflugzeug über Turboprops und Personal Jets bis zu zweimotorigen Business Jets.

Besonders relevant für die Allgemeine Luftfahrt ist dabei die zunehmende Verfügbarkeit in Flugzeugen, die typischerweise von nur einem Piloten geflogen werden.

Autoland kann eine der schwierigsten denkbaren Situationen entschärfen: einen flugfähigen, technisch intakten Flieger mit Passagieren an Bord, aber ohne handlungsfähigen Piloten.

Mit weiteren Zulassungen ab 2027 dürfte sich die Technik deshalb zunehmend von einem außergewöhnlichen Premium-Feature zu einem etablierten Sicherheitsbaustein moderner GA-Flugzeuge entwickeln.


Source references:
Aerocourier

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