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Flugfunkprüfung direkt auf der Messe: Bundesnetzagentur bietet BZF- und AZF-Prüfungen auf der AERO 2026 an

Zuletzt aktualisiert am 7. März 2026
Die AERO Friedrichshafen gilt als wichtigste Messe der Allgemeinen Luftfahrt in Europa. Im Jahr 2026 bietet die Bundesnetzagentur dort erneut einen besonderen Service für angehende und aktive Pilotinnen und Piloten an: Während der Messetage können Besucher direkt vor Ort die Prüfung für verschiedene Flugfunkzeugnisse ablegen. Damit wird die Messe nicht nur zu einem Treffpunkt der Branche, sondern auch zu einem praktischen Ort für Ausbildung und Qualifikation. Die Initiative erleichtert den Zugang zu den notwendigen Funksprechzeugnissen und zeigt zugleich, wie zentral der sichere und standardisierte Flugfunk für den Betrieb in kontrollierten Lufträumen ist.

Flugfunk als Schlüsselkompetenz für Pilotinnen und Piloten

Wer in Europa ein Flugzeug fliegen möchte, kommt am Thema Flugfunk nicht vorbei. Gerade in kontrollierten Lufträumen ist eine klare und standardisierte Kommunikation zwischen Pilot und Flugsicherung essenziell für einen sicheren Ablauf des Luftverkehrs. In Deutschland ist der Nachweis entsprechender Kenntnisse über ein Flugfunkzeugnis vorgeschrieben.

Diese Funksprechzeugnisse werden von der Bundesnetzagentur abgenommen. Die Behörde ist in Deutschland für die Prüfung und Ausstellung der entsprechenden Lizenzen verantwortlich und organisiert regelmäßig Prüfungstermine an verschiedenen Standorten. In der Allgemeinen Luftfahrt gehören diese Prüfungen zum festen Bestandteil der Pilotenausbildung.

Während der AERO 2026 in Friedrichshafen bringt die Bundesnetzagentur diesen Prüfungsprozess nun direkt auf die Messe. Für viele Flugschüler, Fluglehrer und aktive Pilotinnen und Piloten ergibt sich damit die Möglichkeit, ihre Prüfung in einem besonderen Umfeld abzulegen – mitten im Zentrum der europäischen General Aviation.

Prüfungstermine während der AERO 2026

Die Bundesnetzagentur bietet während der gesamten Messe täglich Prüfungen an. Zwischen dem 22. und dem 25. April 2026 findet jeweils um 9:30 Uhr ein Prüfungstermin statt. Der Ablauf entspricht dabei dem regulären Verfahren.

Zunächst müssen die Teilnehmer eine theoretische Prüfung absolvieren. Hier werden unter anderem Kenntnisse über Sprechgruppen, Funkverfahren, Luftfahrtphraseologie sowie grundlegende rechtliche Rahmenbedingungen abgefragt. Anschließend folgt eine praktische Funkprüfung. In dieser simulieren die Prüflinge typische Funksituationen aus dem Luftverkehr, etwa das Rollen am Flugplatz, Startfreigaben oder Anflugverfahren.

Ziel dieser praktischen Prüfung ist es, die sichere und standardisierte Kommunikation im Cockpit unter realistischen Bedingungen zu demonstrieren. Gerade im Mischbetrieb zwischen VFR- und IFR-Verkehr ist präzise Kommunikation ein zentraler Sicherheitsfaktor.

Diese Funksprechzeugnisse können auf der Messe abgelegt werden

Auf der AERO 2026 können mehrere verschiedene Flugfunkzeugnisse erworben werden, die unterschiedliche Einsatzbereiche abdecken.

BZF II berechtigt zum Sprechfunk im Sichtflug ausschließlich in deutscher Sprache. Dieses Zeugnis wird häufig von Pilotinnen und Piloten benötigt, die vor allem auf kleineren Flugplätzen im deutschsprachigen Raum unterwegs sind.

BZF I erweitert diese Berechtigung auf deutsch und englisch und erlaubt somit auch Funkverkehr mit internationalen Lotsen oder an Flughäfen mit englischer Funkphraseologie.

BZF E ist die englischsprachige Variante und wird insbesondere von Pilotinnen und Piloten genutzt, die überwiegend international fliegen oder ihre Ausbildung von Beginn an auf Englisch absolvieren.

Für Instrumentenflüge wird ein erweitertes Funkzeugnis benötigt. Hier kommt das Allgemeine Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst, kurz AZF, zum Einsatz. Dieses erlaubt Funkverkehr sowohl im Sichtflug als auch im Instrumentenflug und ist in deutscher sowie englischer Sprache verfügbar.

Die Variante AZF E beschränkt sich auf englischsprachigen Funkverkehr und wird häufig von Pilotinnen und Piloten gewählt, die hauptsächlich im internationalen Umfeld unterwegs sind.

Voraussetzungen für die Teilnahme an der Prüfung

Wer an einer der Prüfungen teilnehmen möchte, muss einige formale Voraussetzungen erfüllen. Für die Funksprechzeugnisse BZF I und BZF II gilt ein Mindestalter von 14 Jahren und neun Monaten am Prüfungstag. Damit ist es möglich, die Prüfung bereits drei Monate vor dem 15. Geburtstag abzulegen. Viele Flugschüler nutzen diese Möglichkeit parallel zu ihrer praktischen Ausbildung.

Für den Erwerb eines AZF ist eine Ergänzungsprüfung erforderlich. Bewerber müssen bereits im Besitz eines BZF I oder BZF II sein und dieses Dokument am Prüfungstag vorlegen. Das Mindestalter liegt hier bei 17 Jahren und neun Monaten, also ebenfalls drei Monate vor dem 18. Geburtstag.

Unabhängig vom Zeugnis gilt selbstverständlich: Eine gründliche Vorbereitung auf die Prüfung ist unerlässlich. Die Prüfungsinhalte orientieren sich an den international standardisierten Funkverfahren der zivilen Luftfahrt. Dazu gehören neben Phraseologie und Funkdisziplin auch Kenntnisse über Lufträume, Meldepunkte und typische Kommunikationsabläufe zwischen Cockpit und Flugsicherung.

Anmeldung und organisatorische Hinweise

Interessierte Pilotinnen und Piloten müssen sich vorab zur Prüfung anmelden. Die Registrierung erfolgt per E-Mail bei der Bundesnetzagentur. Anmeldeschluss für die Prüfungstermine während der AERO 2026 ist der 23. März 2026.

Da die Plätze begrenzt sind und die Nachfrage erfahrungsgemäß hoch ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung. Gerade Flugschüler, die ihre Ausbildung rund um den Messezeitraum planen, können so einen attraktiven Termin für ihre Funkprüfung sichern.

Während der Messe selbst ist die Bundesnetzagentur zudem mit einem eigenen Stand vertreten. Besucher finden die Behörde in Halle A5 am Stand 230. Dort können sich Interessierte über die verschiedenen Funksprechzeugnisse, Prüfungsabläufe und rechtliche Rahmenbedingungen informieren.

Die AERO als Treffpunkt der europäischen General Aviation

Mit diesem Angebot unterstreicht die Bundesnetzagentur einmal mehr die Bedeutung der AERO Friedrichshafen als zentralen Treffpunkt der Allgemeinen Luftfahrt in Europa. Die Messe zieht jedes Jahr Hersteller, Flugschulen, Verbände, Behörden und Pilotinnen und Piloten aus der ganzen Welt an.

Neben der Präsentation neuer Flugzeuge, Avioniksysteme und Technologien spielt auch das Thema Ausbildung eine wichtige Rolle. Seminare, Workshops und Informationsveranstaltungen bieten Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Luftfahrt, neue regulatorische Anforderungen sowie Trends in der Pilotenausbildung.

Die Möglichkeit, eine offizielle Flugfunkprüfung direkt auf der Messe abzulegen, passt daher ideal in das Konzept der Veranstaltung. Für viele angehende Pilotinnen und Piloten wird der Besuch der AERO damit nicht nur zu einem informativen Erlebnis, sondern auch zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zur eigenen Lizenz.


Quellverweise:
Fliegermagazin

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