{"id":1620,"date":"2024-01-21T20:37:00","date_gmt":"2024-01-21T19:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/pilot-hub.com\/?p=1620"},"modified":"2025-04-24T16:42:38","modified_gmt":"2025-04-24T15:42:38","slug":"ul-the-sport-pilot-licence","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/ul-die-sportpilotenlizenz\/","title":{"rendered":"UL - The sports pilot licence"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Ultraleichtflugzeug ist ein kleines, sehr leichtes, motorgetriebenes Luftfahrzeug, welches Platz f\u00fcr <strong>maximal 2 Personen<\/strong> bietet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff \u00abUltraleichtflugzeug\u00bb ist je nach Land sehr unterschiedlich belegt. Im Rahmen der Ausbildung und auch in der Lizenz selbst wird zwischen <strong>Motorschirmen, schwerkraftgesteuerten<\/strong> (manchmal wird auch von gewichtskraftgesteuerten gesprochen) Ultraleichtflugzeugen (Trikes), <strong>aerodynamisch gesteuerten <\/strong>Ultraleichtflugzeugen und <strong>Tragschraubern<\/strong> (auch Gyrokopter genannt) unterschieden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da wir uns hier auf Flugzeuge fokussieren, gehen wir nachfolgend auf gewichtskraft- und areadynamisch-gesteuerte UL-Flugzeuge und den entsprechenden Lizenzerwerb ein.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">UL-Flugzeuge<\/h2>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr Deutschland (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ultraleichtflugzeuge sind in Deutschland sogenannte \u201eLuftsportger\u00e4te\u201c und unterliegen der LuftPersV (LuftPersVerordnung) sowie den Bestimmungen des DULV oder DAeC.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gem\u00e4\u00df deutschem Luftverkehrsrecht sind Ultraleichtflugzeuge sogenannte \u00ab<strong>Luftsportger\u00e4te<\/strong>\u00bb, wohingegen die klassischen Flieger der \u00abEcho-Klasse\u00bb (wie Cessna oder Piper) als Flugzeuge bezeichnet werden. In der motorisierten Privatfliegerei sind Ultraleichtflugzeuge und die entsprechende Ausbildung die Alternative zu LAPL\/PPL, mit der eben \u00abschwerere\u00bb Flugzeuge geflogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:39px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr \u00d6sterreich (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In \u00d6sterreich werden UL-Flugzeuge als \u201eLuftfahrzeuge der Klasse UL\u201c im Sinne der ZLLV 2020 (Zivilluftfahrt-Luftt\u00fcchtigkeits-Verordnung) bezeichnet. Die Lizenzierung erfolgt \u00fcber den \u00d6sterreichischen Aero-Club (\u00d6AeC) und ist ebenfalls national geregelt. Es gibt zwei Kategorien: aerodynamisch gesteuerte ULs und gewichtskraftgesteuerte ULs (Trikes). Die maximal zul\u00e4ssige Abflugmasse betr\u00e4gt derzeit 472,5 kg f\u00fcr Doppelsitzer mit Rettungssystem. Mit Zustimmung des BMK (Bundesministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilit\u00e4t, Innovation und Technologie) wurde die 600-kg-Grenze f\u00fcr bestimmte Muster testweise eingef\u00fchrt.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:39px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr die Schweiz (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schweiz erkennt keine UL-Lizenzen im klassischen Sinne wie Deutschland oder \u00d6sterreich an. Stattdessen gibt es die Kategorie der \u201eLeichtflugzeuge\u201c (Luftfahrzeuge bis 600 kg) mit der Lizenz SPL (Sport Pilot Licence), erteilt vom Bundesamt f\u00fcr Zivilluftfahrt (BAZL). Diese basiert auf dem europ\u00e4ischen LAPL-Konzept und erlaubt Fl\u00fcge mit Maschinen bis 600 kg. Die klassischen UL-Lizenzen aus Deutschland oder \u00d6sterreich werden in der Schweiz nur sehr eingeschr\u00e4nkt akzeptiert \u2013 insbesondere nicht f\u00fcr Fl\u00fcge unter Schweizer Kennzeichen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge<\/strong> haben ihre Namen daher, dass sie durch Drehung der Ruder um L\u00e4ngs, Quer- oder Hochachse gesteuert werden, weswegen man auch von 3-Achs-Steuerung spricht. Es gibt verschiedene Arten und Auspr\u00e4gungen dieser Art von Flugzeugen, worauf wir an anderer Stelle eingehen wollen. Generell gibt es bestimmte Mindestanforderungen, Bauvorschriften und Definitionen. Bez\u00fcglich des maximalen Abfluggewichts gilt bspw.:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die h\u00f6chstzul\u00e4ssige Abflugmasse darf ohne Schwimmer nicht mehr als <strong>600kg<\/strong> betragen (inklusive Rettungsger\u00e4t)<\/li>\n\n\n\n<li>Mit Schwimmer (also f\u00fcr schwimmf\u00e4hige UL) darf die Masse nicht mehr als <strong>650kg<\/strong> betragen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt noch zahlreiche weitere Anforderungen und Definitionen (z.B. an die Mindestgeschwindigkeit VS0), worauf hier aber nicht eingegangen werden soll, da wir uns hier auf die Lizenz und Ausbildung fokussieren wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demgegen\u00fcber sind <strong>schwerkraft- oder gewichtsgesteuerte<\/strong> Ultraleichtflugzeuge anders konzipiert und die Steuerung erfolgt hierbei \u00fcber Gewichtsverlagerung oder Schwenkung der gesamten Fl\u00fcgelf\u00e4che. Hierzu geh\u00f6ren beispielsweise sogenannte Trikes. Bez\u00fcglich dem maximalen Abfluggewicht gilt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die h\u00f6chstzul\u00e4ssige Abflugmasse betr\u00e4gt bei Einsitzern <strong>300kg<\/strong>, zuz\u00fcglich Rettungsger\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcr Doppelsitzer <strong>450kg<\/strong>, zuz\u00fcglich Rettungsger\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Schwimmer ist noch einmal ein Gewichtsaufschlag von 30kg f\u00fcr Einsitzer und 45kg f\u00fcr Zweisitzer erlaubt. Auch hier gibt es noch zahlreiche weitere Bestimmungen, die erf\u00fcllt sein m\u00fcssen, damit das Flugzeug als Ultraleichtflugzeug gilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zus\u00e4tzlich<\/strong> zu der obigen Definition gibt es seit 2010 eine weitere Ultraleicht-Klasse f\u00fcr <strong>Flugzeuge bis 120kg Leermasse<\/strong>. Bei diesen sehr leichten Flugzeugen gibt es zus\u00e4tzliche \u00abErleichterungen\u00bb gegen\u00fcber schwereren Flugzeugen. So sind diese Flugzeuge von der Muster- und Verkehrszulassung befreit. Auch braucht es hier von den Piloten <strong>keinen<\/strong> Nachweis der medizinischen Tauglichkeit (Medical).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Generell stellt die UL-Lizenz eine Alternative zu einer Privatpilotenlizenz dar (LAPL oder PPL), welche man f\u00fcr das Fliegen gr\u00f6\u00dferer Leichtflugzeuge ben\u00f6tigt. Insbesondere ist der Erwerb und der Betrieb von Ultraleichtflugzeugen deutlich kosteng\u00fcnstiger und die Ausbildung etwas weniger anspruchsvoll, wie nachfolgend aufgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Anforderungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>Mindestalter<\/strong> f\u00fcr den Start der Ausbildung betr\u00e4gt <strong>16 Jahre<\/strong> und f\u00fcr den Erwerb der Lizenz nach abgeschlossener Ausbildung <strong>17 Jahre<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Ablauf der Ausbildung<\/h2>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr Deutschland (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Ausbildung bedarf es im Unterschied zu LAPL, PPL, CPL, MPL und ATPL <strong>keines Nachweises der Sprachkenntnisse<\/strong> (solange man sich nur in unkontrollierten Luftr\u00e4umen G und E bewegen will), da diese vereinfacht in die theoretische Ausbildung und Pr\u00fcfung integriert ist. Es m\u00fcssen zudem weniger Dokumente und Nachweise f\u00fcr den Ausbildungsstart zusammengesucht werden. Hierauf gehen wir in dem Beitrag \u00ab<strong>Schritte zur Lizenz<\/strong>\u00bb n\u00e4her ein. Die Ausbildung besteht aus <strong>Theorie und Praxis<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Theorie<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die theoretische Ausbildung umfasst die nachfolgenden Themenbl\u00f6cke und <strong>soll 60 Stunden umfassen<\/strong>. Sie wird in der Regel in der Flugschule selber durchgef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Luftrecht, Luftverkehrs- und Flugsicherungsvorschriften, einschlie\u00dflich Rechtsvorschriften des beweglichen Flugfunkdienstes und die Durchf\u00fchrung des Sprechfunkverkehrs bei Fl\u00fcgen nach Sichtflugregeln<\/li>\n\n\n\n<li>Navigation<\/li>\n\n\n\n<li>Meteorologie<\/li>\n\n\n\n<li>Aerodynamik<\/li>\n\n\n\n<li>Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Technik und pyrotechnische Einweisung<\/li>\n\n\n\n<li>Verhalten in besonderen F\u00e4llen<\/li>\n\n\n\n<li>Menschliches Leistungsverm\u00f6gen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die theoretische Ausbildung schlie\u00dft mit einem <strong>Multiple Choice Test <\/strong>ab. Die Pr\u00fcfung findet in der Regel in der Flugschule statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Unterschied zu anderen Lizenzen m\u00fcssen die theoretische Ausbildung und Pr\u00fcfung nicht zwingend vor der praktischen Ausbildung oder Pr\u00fcfung erfolgen. Man kann beides in beliebiger Reihenfolge kombinieren. Die meisten Flugschulen kombinieren daher praktische und theoretische Aspekte in sinnvoller Art und Weise.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Praxis<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die praktische Ausbildung unterscheidet zwischen den verschiedenen Flugzeugtypen. F\u00fcr die Lizenz f\u00fcr <strong>aerodynamisch gesteuerte<\/strong> Ultraleichtflugzeuge gilt: Die Ausbildung umfasst eine <strong>Gesamtflugzeit von 30 Stunden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Davon:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>k\u00f6nnen bis zu 20 Flugstunden durch Flugzeit auf Segelflugzeugen oder Hubschraubern ersetzt werden<\/li>\n\n\n\n<li>oder 5 Flugstunden durch Flugzeit auf schwerkraftgesteuerten Ultraleichtflugzeugen ersetzt werden<\/li>\n\n\n\n<li>insgesamt gilt jedoch das in der praktischen Ausbildung in jedem Fall mindestens 5 Flugstunden im Alleinflug enthalten sein m\u00fcssen, sowie Starts und Landungen auf verschiedenen Flugpl\u00e4tzen und zwei \u00dcberlandfl\u00fcge mit Fluglehrer \u00fcber mindestens 200 Kilometer mit Zwischenlandung,<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die praktische Ausbildung f\u00fcr <strong>schwerkraftgesteuerte<\/strong> Ultraleichtflugzeuge umfasst eine <strong>Gesamtflugzeit von 25 Stunden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Davon:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>k\u00f6nnen bis zu 10 Flugstunden durch Flugzeit als verantwortlicher F\u00fchrer von Flugzeugen, Hubschraubern, Motorseglern, Segelflugzeugen, aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen, H\u00e4ngegleitern oder Gleitsegeln ersetzt werden<\/li>\n\n\n\n<li>insgesamt gilt jedoch das in der praktischen Ausbildung in jedem Fall mindestens 10 Flugstunden mit Fluglehrer und 5 Flugstunden im Alleinflug enthalten sein m\u00fcssen, sowie Starts und Landungen auf verschiedenen Flugpl\u00e4tzen, und zwei \u00dcberlandfl\u00fcge mit Fluglehrer \u00fcber jeweils mindestens 100 Kilometer mit Zwischenlandung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausbildung wird jeweils mit einem <strong>Pr\u00fcfungsflug<\/strong> abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:39px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr \u00d6sterreich (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausbildung erfolgt \u00fcber vom \u00d6AeC zugelassene Flugschulen. Mindestausbildungszeit betr\u00e4gt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>30 Flugstunden (davon mind. 5 Alleinflugstunden),<\/li>\n\n\n\n<li>zwei \u00dcberlandfl\u00fcge (jeweils > 150 km),<\/li>\n\n\n\n<li>Theoretische Ausbildung inkl. Funksprechzeugnis BZF I oder II oder eine nationale Sprechfunkberechtigung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausbildung endet mit einem Pr\u00fcfungsflug vor einem Pr\u00fcfer des Aero-Clubs.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:39px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr die Schweiz (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Schweiz gibt es keine eigenst\u00e4ndige UL-Ausbildung. Leichte Flugzeuge werden \u00fcber die LAPL- oder PPL-Ausbildung erfasst. Wer in der Schweiz fliegen will, muss ein EASA-konformes LAPL oder PPL durchlaufen, auch f\u00fcr Leichtflugzeuge.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Rechte als Pilot<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Sportpilotenlizenz darf man als Pilot UL-Maschinen fliegen, <strong>die der in der Lizenz eingetragenen Art<\/strong> entsprechen (bei Flugzeugen berechtigt die Lizenz also entweder zum F\u00fchren aerodynamisch oder schwerkraftgesteuerter UL-Flugzeugen). Mit der entsprechenden <strong>abgeschlossenen Funkausbildung<\/strong> darf man dann auch in Luftr\u00e4umen innerhalb der Luftr\u00e4ume B, C und D funken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Verl\u00e4ngerung und Erweiterungen<\/h2>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr Deutschland (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lizenz an sich ist<strong> lebenslang g\u00fcltig<\/strong>. Wie oben bereits beschrieben, ben\u00f6tigt man f\u00fcr das F\u00fchren eine UL-Flugzeuges, das schwerer ist als 120 KG, allerdings zu jeder Zeit ein <strong>g\u00fcltiges Medical<\/strong> (was immer wieder verl\u00e4ngert werden muss. Details zum Medical gibt es in einem eigenen Beitrag). Ausserdem gibt es f\u00fcr alle ULs Rahmenbedingungen, die erf\u00fcllt sein m\u00fcssen, damit man dauerhaft als Pilot fliegen darf. F\u00fcr <strong>aerodynamisch gesteuerte UL-Flugzeuge gilt<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>in den jeweils letzten 24 Monaten, m\u00fcssen mindestens 12 Flugstunden auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen, Reisemotorseglern oder einmotorigen Landflugzeugen mit Kolbentriebwerk durchgef\u00fchrt worden sein<\/li>\n\n\n\n<li>davon mindestens 6 Stunden als verantwortlicher PIC<\/li>\n\n\n\n<li>sowie mindestens 12 Starts und Landungen<\/li>\n\n\n\n<li>sowie ein \u00dcbungsflug von mindestens einer Stunde mit einem Fluglehrer<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Alternative kann man auch Bef\u00e4higungspr\u00fcfung (Pr\u00fcfungsflug) mit einem zugelassenen Pr\u00fcfer durchf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Piloten von <strong>schwerkraftgesteuerten UL Flugzeugen gilt<\/strong>, dass zur Aufrechterhaltung der Pilotenrechte jederzeit eine \u00abausreichende fliegerische \u00dcbung\u00bb vorhanden sein muss.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:39px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr \u00d6sterreich (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls lebenslange G\u00fcltigkeit. Innerhalb von 24 Monaten m\u00fcssen u.a. 12 Stunden Flugzeit als PIC nachgewiesen werden. Die Lizenz ist auf \u00f6sterreichisches Gebiet und Maschinen beschr\u00e4nkt, internationale Anerkennung ist je nach Abkommen einzeln zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:39px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>G\u00fcltig f\u00fcr die Schweiz (aufklappen)<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die SPL oder LAPL ist EASA-konform und daher im gesamten EASA-Raum g\u00fcltig \u2013 inklusive Deutschland und \u00d6sterreich. UL-spezifische Rechte wie in Deutschland existieren nicht.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Sportpilotenlizenz gibt es im Wesentlichen drei relevante Erweiterungen: Die <strong>Schleppberechtigung<\/strong>, die <strong>Passagierberechtigung <\/strong>und die Lehrberechtigung<strong>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um andere Luftfahrzeuge oder sonstige Gegenst\u00e4nde (z.B. Banner) \u00abohne Fangschlepp\u00bb (Beim Fangschlepp wird der Gegenstand \u00fcber einen Haken von einem fliegenden Flugzeug aus der Luft heraus aufgenommen) als UL-Pilot schleppen zu d\u00fcrfen, bedarf einer <strong>Schleppberechtigung<\/strong>. Um diese zu erlangen, m\u00fcssen folgende Bedingungen erf\u00fcllt sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nach Erwerb der UL-Lizenz m\u00fcssen 30 Stunden Flugerfahrung als PIC vorhanden sein, davon mindestens 5 Stunden auf dem Muster, f\u00fcr das die Schleppberechtigung erworben werden soll<\/li>\n\n\n\n<li>Es m\u00fcssen 5 Ausbildungs-Fl\u00fcge mit Fluglehrer erfolgen, in denen Luftfahrzeuge oder sonstige Gegenst\u00e4nde geschleppt werden, innerhalb von 6 Monaten vor Beantragung der Schleppberechtigung<\/li>\n\n\n\n<li>Will man konkret Luftfahrzeuge schleppen, m\u00fcssen auch f\u00fcnf Schleppstarts im geschleppten Luftfahrzeug der zu schleppenden Art erfolgen, sofern der Bewerber die entsprechende Lizenz nicht selbst besitzt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um andere Gegenst\u00e4nde wie Banner spezifisch im Fangschlepp aufzunehmen und zu schleppen, bedarf es folgender Anforderungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nach Erwerb der UL-Lizenz m\u00fcssen 90 Stunden Flugerfahrung als PIC vorhanden sein, davon mindestens 5 Stunden auf dem Muster, f\u00fcr das die Schleppberechtigung erworben werden soll<br>F\u00fcnf Fl\u00fcge mit Fluglehrer der die entsprechende Berechtigung hat, bei denen die Schlinge ohne Schleppgegenstand aufzunehmen ist<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcnf Fl\u00fcge mit Fluglehrer, bei denen der Schleppgegenstand im Fangschlepp<br>aufzunehmen ist. Die Fl\u00fcge m\u00fcssen innerhalb von 6 Monate vor Beantragung der Schleppberechtigung erworben worden sein.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es erfolgt <strong>keine separate Pr\u00fcfung<\/strong>. Nach Abschluss der Ausbildung wird die Schleppberechtigung unter Angabe der Art der Aufnahme und der Art des Schleppgegenstandes <strong>in die Lizenz eingetragen<\/strong>. Um die Schleppberechtigung dann auch dauerhaft aus\u00fcben zu d\u00fcrfen, muss der Pilot mindestens zehn Schleppfl\u00fcge in der jeweils eingetragen Art innerhalb der jeweils letzten 24 Monate durchf\u00fchren. Ansonsten muss eine erneute Ausbildung erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um Passagiere mitnehmen zu d\u00fcrfen, braucht ein UL-Pilot eine separate <strong>Passagierberechtigung<\/strong>. Hierf\u00fcr m\u00fcssen folgende Anforderungen erf\u00fcllt sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nach Erwerb der UL-Lizenz m\u00fcssen f\u00fcnf \u00dcberlandfl\u00fcge mit Fluglehrer durchgef\u00fchrt werden, davon mindestens zwei \u00dcberlandfl\u00fcge mit Zwischenlandung \u00fcber eine Gesamtstrecke von mindestens 200 Kilometer<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Anschluss muss eine <strong>dedizierte praktische Pr\u00fcfung<\/strong> abgelegt werden. Bei Erfolg wird die Passagierberechtigung f\u00fcr die betreffende Luftsportger\u00e4teart, auf der der Bewerber ausgebildet wurde, in die Pilotenlizenz eingetragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00f6chte man die Passagierberechtigung f\u00fcr aerodynamisch gesteuerte UL-Flugzeuge erwerben und besitzt eine SPL, LAPL (A), PPL (A) oder eine der Berufspilotenlizenzen, so gilt die UL-Passagierberechtigung automatisch als erteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Passagiere darf man als Pilot aber effektiv nur dann mitnehmen, wenn der Pilot innerhalb der letzten 90 Tage mindestens drei Starts und der Landungen mit einem Flugzeug derselben Art durchgef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Start einer Ausbildung f\u00fcr eine <strong>Lehrberechtigung <\/strong>gilt: Es m\u00fcssen mindestens 150 Stunden als PIC auf UL-Maschinen, einmotorigen, kolbengetriebenen Landflugzeugen, Reisemotorseglern oder Segelflugzeugen nach Erteilung der entsprechenden Lizenz erflogen werden. Darin m\u00fcssen mindestens 20 Stunden Flugzeit auf aerodynamisch gesteuerten UL-Flugzeugen nach Erhalt der Lizenz, sowie 1 \u00dcberlandflug mit einer einfachen Entfernung von 200km in einem UL-Flugzeug enthalten sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ultraleichtlizenz oder auch Sportpilotenlizenz ist f\u00fcr viel eine <strong>Alternative zu einer LAPL oder PPL-Lizenz<\/strong>. Sie ist eine <strong>national geregelte Lizenz<\/strong> und erlaubt das Fliegen in aerodynamisch, sowie schwerkraftgesteuerten Ultraleichtflugzeugen (auf Lizenzen f\u00fcr andere Luftfahrzeugtypen sind wir nicht n\u00e4her eingegangen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausbildung besteht aus Theorie und Praxis und ist was Anforderungen, Ablauf und Kosten angeht, eine oft <strong>g\u00fcnstigere Alternative<\/strong> zu den LAPL und PPL-Lizenzen, welche das Fliegen schwererer Flugzeuge erm\u00f6glichen. Allerdings ist die UL-Lizenz daf\u00fcr an genau Vorschriften gebunden was den zu fliegenden Flugzeugtyp angeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem ist die Lizenz eine rein nationale und die Vorschriften f\u00fcr das Fliegen in anderen L\u00e4ndern, m\u00fcssen individuell angeschaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch gibt es viel weniger M\u00f6glichkeiten die Lizenz zu erweitern und einige Einschr\u00e4nkungen, was die Einsatzm\u00f6glichkeiten angeht.<style>\/*! elementor - v3.16.0 - 14-09-2023 *\/&amp;lt;br \/> .elementor-widget-divider{--divider-border-style:none;--divider-border-width:1px;--divider-color:#0c0d0e;--divider-icon-size:20px;--divider-element-spacing:10px;--divider-pattern-height:24px;--divider-pattern-size:20px;--divider-pattern-url:none;--divider-pattern-repeat:repeat-x}.elementor-widget-divider .elementor-divider{display:flex}.elementor-widget-divider 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noopener\">DULV NFL<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"http:\/\/www.dulv.de\/sites\/default\/files\/Downloads\/LTF_aerodynamische_UL%20NfL_II_446_19_1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DULV aerodynamische UL<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/luftpersv\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LuftPersV<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The UL licence (sport pilot licence) is a national licence and entitles the holder to fly microlight aircraft. We provide an overview of the various UL aircraft, the associated licences and the training in Germany, Austria and Switzerland. We discuss the necessary requirements, provide information on how the training takes place, how it is completed, what rights you acquire as a pilot and how to retain them permanently.<\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":3216,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"module":[72],"class_list":["post-1620","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-academy","module-pilotenlizenzen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1620"}],"version-history":[{"count":80,"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1620\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6955,"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1620\/revisions\/6955"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3216"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1620"},{"taxonomy":"module","embeddable":true,"href":"https:\/\/pilot-hub.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/module?post=1620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}